Anti-Aliasing: Technik, bei welcher der störende Treppeneffekt in einer Grafik beseitigt wird. Dabei wird der Umriß durch Zwischenwerte verwischt, indem Pixel mit mittleren Farbwerten eingefügt werden.
ASCII: American Standard Code for Information Interchange (Wörtlich: amerikanischer Standardcode zum Informationsaustausch) In der ASCII-Tabelle wird jedem Buchstaben und jedem Sonderzeichen eine bestimmte Zahl von 0 bis 255 zugewiesen. Leider sind nur die ersten 128 Zeichen (7 Bit) wirklich genormt. Bei den restlichen (unter anderem Umlaute und Grafikzeichen) kann es unter Umständen enorme Abweichungen geben.
Auflösung: Je höher die Auflösung (Maß der Detailgenauigkeit) eines Bildes ist, um so genauer ist die Darstellung und um so mehr Speicherplatz wird benötigt. Gemessen wird die Auflösung in dpi (Punkte pro Zoll). Besonders wichtig ist diese Zahl beim Scannen und Drucken von Bildern. Wird eine zu geringe Auflösung gewählt, kann das Bild gerastert und unscharf erscheinen. Für den Druck sollten Bilder mit etwa 300 dpi benutzt werden. Für die Darstellung am Bildschirm genügt dagegen eine geringe Auflösung von maximal 100 dpi. Mehr kann ein normaler Monitor nicht darstellen.
Binär: Das
Zahlensystem, welches ausschließlich mit den Zahlen 0 und 1 arbeitet,
wird Binärsystem genannt (abgeleitet vom Lateinischen Bi, auf Deutsch
Zwei oder Doppel). Die dezimale Zahl 100 sieht in diesem System beispielsweise
so aus: 01100100.
Bit: Das Bit (Kunstwort aus Binary und Digit) ist die kleinste Speichereinheit des Computers. Es kann nur einen von zwei Zuständen annehmen: Entweder 1 oder 0, wahr oder falsch. Bilder mit einer Farbtiefe von einem Bit sind gewöhnlich schwarz/weiß.
Bitmap: Sämtliche Grafikformate, die hier behandelt werden, können auch als Bitmaps oder Bitmapgrafiken bezeichnen werden (das trifft nicht nur auf das gleichnamige Format BMP zu). Ein Bitmap bezeichnet einfach ein rechteckiges Bild, das - wenn es vergrößert wird - als ein gleichmäßiges Raster mit Zeilen und Spalten erscheint.
Bit pro Pixel: (abgekürzt: bpp) In dieser Einheit wird die Farbtiefe eines Bildes angegeben. Üblich sind 1 Bit (2 Farben), 4 Bit (16 Farben), 8 Bit (256 Farben) und 24 Bit pro Pixel (16 Millionen Farben). Die Anzahl der Farben kann auch mit der Formel 2^bpp berechnet werden.
Byte: Ein Byte besteht aus acht Bit. Normalerweise werden Computerdaten in dieser Einheit gezählt. In einem Text zum Beispiel belegt jeder Buchstabe genau ein Byte (siehe ASCII). Ein Bild mit acht Bit Farbtiefe hat maximal 256 Farben.
CLUT: Common Look-Up Table. Diese Farbpalette mit den 216 wichtigsten Farben wird von allen Webbrowsern benutzt. Besonders empfehlenswert ist ihre Verwendung bei Bildschirmen mit nur 256 Farben.
CMYK: Bei diesem Farbsystem wird jede Farbe aus Zyan, Magenta, Gelb und Schwarz gemischt. Es ist eine additive Farbmischung und sie wird hauptsächlich bei Farbdruckern verwendet.
Dithering: Wenn die Anzahl der Farben in einem Bild reduziert wird, können unschöne Farbverzerrungen durch sogenannte Rasterung vermieden werden. Dabei werden zwei oder mehr Farben punktweise gemischt, so dass der Eindruck einer neuen Farbe entsteht. Besonders auffällig ist das, wenn ein TrueColor-Bild nach Schwarz/Weiß umgewandelt wird. Dabei werden regelmäßige (ordered dither) und zufällig verteilte Streuraster (error diffusion) unterschieden.
DPI: Dots per Inch (Punkte pro Zoll). Mit dieser Maßeinheit wird die Auflösung eines Bildes angegeben.
Farbmischung: Um alle Farben der Natur auf dem Bildschirm darzustellen, muß ein geeignetes System benutzt werden, das die Farben in Form von Zahlen ausdrücken kann. Man unterscheidet additive (zum Beispiel CMYK) und subtraktive Farbmischung (zum Beispiel RGB).
Farbtiefe: Die maximale Anzahl von Farben in einem Bild wird als Farbtiefe bezeichnet. Üblich sind 2, 16, 256 oder 16 Millionen Farben. Je mehr Farben ein Bild hat, um so realistischer kann es aussehen und um so mehr Speicherplatz benötigt es. Meist wird die Farbtiefe in Bit pro Pixel angegeben.
Grafik: Jedes Bild und allgemein jede Darstellung auf dem Computermonitor wird auch als Grafik bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Bitmap- (auch Pixel- oder Rastergrafik genannt) und Vektorgrafik.
Graustufen: Neben Farb- und Schwarz/Weiß-Bildern gibt es auch Graustufen. Dabei wird eine bestimmte Anzahl von abgestuften Grautönen verwendet. Das Bild sieht dann aus wie ein normales 'Schwarz/Weiß-Foto', obwohl bis zu 256 oder sogar 4.096 verschiedene 'Farben' verwendet werden (siehe PNG).
Header: Der Dateikopf, den fast jedes Bildformat besitzt, enthält wichtige Informationen über das enthaltene Bild: Höhe, Breite, Farbtiefe, den Offset des Bildanfanges, eventuell eine Palette und andere, je nach Format verschiedene Parameter. Ein Grafikprogramm muß als erstes diesen Header auswerten, bevor es das Bild laden kann.
Hex:
Ein Computer rechnet generell im Hexadezimalsystem. Mit der Basis 16 (0, 1 bis
9, A bis F) wird zum Beispiel die Zahl 255 als FF geschrieben. Um
Verwechslungen zu vermeiden, kann an die Hex-Zahl zusätzlich ein
H anhängen werden.
HighColor: Eine Farbtiefe von 15 Bit (32.768 Farben) oder 16 Bit pro Pixel (65.536 Farben) wird HighColor genannt.
Integer: Eine Integer-Zahl ist 2 Bytes beziehungsweise 16 Bit lang und kann Werte von -32.768 bis 32.767 annehmen.
Interlaced: Das Bild baut sich nicht von oben nach unten auf, sondern es ist zuerst ein grobes Vorschaubild zu sehen, das sich dann nach und nach verfeinert. Diese Methode ist besonders für das Internet geeignet, da das Bild bereits zu sehen ist, auch wenn nur ein Teil übertragen wurde. Bitmapformate, die diese Möglichkeit bieten, sind GIF, JPG und PNG.
Kompression: Durch Kompression werden Bildelemente zusammengefaßt und vereinfacht, um Speicherplatz zu sparen. Viele Grafikformate werden intern komprimiert. Dabei werden Formate mit (z.B. JPG) und ohne Qualitätsverlust (z.B. GIF) unterschieden. Es ist auch möglich, Bilder mit einem externen Packer (z.B. PKZip oder RAR) nachträglich zu verkleinern.
LZW: Dieser von Lempel, Ziv und Welch entwickelte Algorithmus (auch LZ78 genannt) eignet sich für alle Arten von Computerdaten. Dabei wird eine Tabelle mit Zeichenketten aufgebaut, die sich innerhalb der Datei wiederholen. Innerhalb der Ausgabedatei wird nur noch ein Index zu dieser Tabelle gespeichert. Achtung! Entwickler, die dieses Verfahren in ihrer Software einsetzen wollen, müssen eine Lizenz von der 'Unisys Corporation' erwerben, da diese das Patent hält. (gilt nicht für Freeware und Public Domain) Das bekannteste davon betroffene Bildformat ist GIF.
Offset: Mit der Bezeichnung Offset und einer Zahl wird eine Speicherposition innerhalb der Datei angegeben. Normalerweise beginnt die Zählung am Dateianfang mit Null. 'Offset 14h' verweist z.B. auf das 19te Byte der Datei. (siehe auch Hex)
Palette: Fast alle Grafikformate mit 16 bis 256 Farben arbeiten mit einer sogenannten Palette. Mit Hilfe dieser Tabelle wird aus allen möglichen Farbkombinationen eine begrenzte Anzahl ausgesucht und den Farbwerten im Bild zugewiesen. So ist es z.B. möglich, aus 16 Millionen Farben zu wählen - es können jedoch nur 256 Farben gleichzeitig benutzt werden.
Pixel: Dieses Kunstwort (Picture Element) bezeichnet das kleinste darstellbare Bildelement - einen einzelnen Punkt. Eine Pixelgrafik ist demnach eine regelmäßige Ansammlung von vielen Punkten (siehe Bitmap).
Rastergrafik: Ein Bitmap kann auch als Rastergrafik bezeichnet werden, weil jedes Pixel innerhalb eines gleichmäßigen Rasters mit seinen Koordinaten und Farbwerten gespeichert wird.
RGB: Alle Farben auf dem Bildschirm entstehen durch Mischung der Grundfarben Rot, Grün und Blau. Auf diese Weise läßt sich jede Farbe in Form von drei Zahlen ausdrücken (normalerweise 0 bis 255). Ein anderes Farbsystem, das vor allem beim Drucken verwendet wird, ist CMYK.
RLE: Das 'Run Length Encoding'-Verfahren ist eine recht einfache Möglichkeit, Bilder zu komprimieren. Dabei wird versucht, gleiche Bits zusammenzufassen und deren Wiederholungsrate mit anzugeben. Verwendet wird dieses Verfahren zum Beispiel bei PCX-, RLE- und Tiff-Bildern.
Tracing: Umwandlung einer Bitmapgrafik in eine Vektorgrafik.
TrueColor: Mit 24 Bit pro Pixel (möglich sind auch 30, 36 oder 48) lassen sich 16 Millionen verschiedene Farben gleichzeitig nutzen. Diese Farbtiefe wird auch Echtfarben oder Fotorealistisch genannt, weil sie sich von echten Fotos kaum unterscheidet.
Vektorgrafik: Form der Grafikspeicherung, bei der die einzelnen Informationen als Objekte gespeichert sind. Ein Kreis wird nicht als Sammlung von Punkten gespeichert (Bitmapgrafik), sondern durch Angabe seiner X-Y Koordinaten sowie des Radius.
VGA: Abkürzung für 'Video Graphics Array', ein 1987 von IBM eingeführter Grafikstandard für Bildschirme. Die wichtigsten VGA-Auflösungen sind 640x480 Pixel mit 16 Farben und 320x200 Pixel mit 256 Farben.
Wort: Ein Wort (englisch: word) ist 2 Bytes bzw. 16 Bit lang und kann Werte von 0 bis 65.535 annehmen.
Zoll: Englisches Längenmaß (Inch). Ein Zoll entspricht 2,54 Zentimetern.