Farbtiefe: 1 Bit pro Pixel (schwarz/weiß)
Beschreibung: Dieses Format wurde in den Windows-Versionen bis 2.x zum Speichern von Bitmapgrafiken benutzt. Es wird heute zwar nicht mehr verwendet, aber viele Grafikprogramme (u.a. Paintbrush) können das Format noch immer lesen.
Interner Aufbau: Jede MSP-Datei beginnt mit einem 32 Byte großen Header, der folgendermaßen aufgebaut ist:
| Offset | Bytes | Beschreibung |
|---|---|---|
| 00H | 4 | Signatur ('LinS' oder 'DanM') |
| 04H | 2 | Breite des Bitmaps in Pixeln |
| 06H | 2 | Höhe des Bitmaps in Pixeln |
| 08H | 12 | ScreenAspect-Ratio, PrintAspect-Ratio und Druckauflösung |
| 14H | 4 | reserviert (immer 0) |
| 18H | 2 | Checksumme |
Die Signatur ist nicht eindeutig definiert. Die Dokumentation von Microsoft
beschreibt die Signatur 'DanM', während beispielsweise der
Paint Shop Pro das Wort 'LinS' benutzt. Die Bedeutung der sechs
Worte bei Offset 08H ist mir nicht ganz klar. Oft wird in diesem Bereich die
Größe des Bitmaps weitere drei Mal wiederholt.
An den Header schließt sich ab Offset 20H eine Indextabelle an, in der die Länge jeder einzelnen Bildzeile gespeichert wird. Da die Bilddaten nach einem RLE-Verfahren komprimiert werden, kann jede Datenzeile eine unterschiedliche Länge besitzen, die als Wort (2 Byte) in der Indextabelle beschrieben ist.
Die RLE-Komprimierung der Bilddaten funktioniert byteweise (ein Byte entspricht 8 Pixeln). Ist das erste Byte 0, folgen ein Zähler und ein Muster, das entsprechend oft wiederholt werden muß. Ist das erste Byte ungleich 0, wird es als Zähler für die folgenden, unkomprimierten Bytes interpretiert.
Typische Software: Windows 2.0, Paintbrush