Farbtiefe: Prinzipiell ist alles möglich, aber normalerweise werden nur die Farbtiefen 8 Bit (Graustufen) und 24 Bit (Truecolor) benutzt.
Beschreibung: Das Wort Raw bedeutet übersetzt Roh - und genau das sind diese Dateien. Eine Raw-Datei besitzt keinen Header, keine Palette, nicht einmal Informationen über die Größe des Bildes. Es werden lediglich die unkomprimierten Bilddaten abgespeichert. Wenn man eine solche Datei öffnen will, muß man die Höhe, Breite und Farbkodierung selbst einstellen. Dabei sind verschiedene Farbmodelle wählbar: 8 Bit Graustufen, RGB, CMY und CMYK. Weiterhin können die Farbkanäle anders sortiert sein (z.B. BGR), die Bilddaten können nach Farbkanal getrennt gespeichert sein (planar, RRR... GGG... BBB...) und das Bild kann kopfstehend gespeichert sein (wie bei BMP). Im übrigen muß die Dateiendung nicht zwangsweise RAW lauten. Man kann praktisch jede beliebige Datei wie ein Bitmap bearbeiten, wenn man sie als RAW-Datei definiert.
Praktische Anwendung: Wenn man mit normalen Grafikprogrammen arbeitet, ist das Raw-Format sehr unpraktisch. Dabei ist die fehlende Kompression der geringste Nachteil. Viel schlimmer ist die Tatsache, dass man sich die Größe und das Farbsystem des Bildes merken bzw. aufschreiben muß. Für Programmierer (und Hacker) hingegen ist dieses Format die einfachste Möglichkeit, Bitmaps in eigene Programme zu integrieren.