
   ---+--+-++-+++ Das kleine Bitmap-Dateiformate-Handbuch +++-++-+--+---
                 ---+--+-++-+++ Einleitung +++-++-+--+---

Als  ich  vor Jahren das erste Mal  an einem Computer sa, faszinierte mich
vor allem  eine  Anwendung:  Paintbrush.  Dieses  kleine und unkomplizierte
Malprogramm  kann  vermutlich als  Wegbereiter  der modernen Grafiksoftware
bezeichnet werden.  Denn jeder, der zum ersten Mal an einem Windows-PC sa,
stolperte  frher oder spter  ber Paintbrush  und  fing an zu malen.  Und
irgendwann  tauchten Fragen auf: Was ist BMP?  Andere Programme bieten auch
weitere Formate, zum Beispiel GIF und JPG. Was ist der Unterschied?

Die grundlegenden  Prinzipien sind fast  berall die gleichen.  Sogenannten
Rasterformate, auch Bitmaps genannt, werden heute von nahezu jeder Software
untersttzt.  Von Betriebssystemen wie Windows oder Linux, ber Anwendungen
wie  Word  oder  CorelDraw bis hin  zu  den  echten Pixelknstlern wie z.B.
Photoshop   oder  Picture  Publisher  kann  jedes  Programm  Bitmap-Dateien
zumindest lesen.

Mit  diesem  Handbuch  wollte  ich  den  Versuch  unternehmen,  alle  heute
gebruchlichen  Grafikformate  darzustellen  und  zu  beschreiben. Doch ich
unterschtzte  die Komplexitt dieses Themas vllig. Zur Verdeutlichung ein
paar Zahlen: Jede Datei unter DOS (und auch unter Windows 95) hat eine drei
Zeichen lange Dateiendung. Wenn, wie blich, lediglich Buchstaben verwendet
werden,  ergeben  sich  etwa  18000  mgliche  Kombinationen.  Davon werden
wenigstens  1100 tatschlich benutzt - darunter  so exotische Dinge wie zum
Beispiel ADX (Indexdatei von Approach) oder ZVD (Zyxel Voicedatei). Hiervon
wiederum  sind 120 Dateiendungen nur  fr Grafikformate reserviert (Bitmap-
und Vektorformate).

Um  dieses Handbuch in einem ertrglichen  Rahmen zu halten, beschrnke ich
mich  auf  die wichtigsten, heute  gebruchlichen  Bitmapformate. Ich werde
versuchen,   sowohl  dem  Laien  als   auch  dem  erfahrenen  Programmierer
brauchbare  Tips und Informationen zu  liefern. Jedes Bitmapformat wird von
verschiedenen  Seiten beleuchtet: Welche Farbtiefen werden untersttzt? Wie
wird  es komprimiert? Entsteht bei  der Komprimierung ein Qualittsverlust?
Welche  Vor-  und  Nachteile  bietet  das  Format?  Wann  und  wo sollte es
angewendet  werden?  Und  schlielich  die Frage:  Wie  kann  es in selbst-
geschriebene Programme integriert werden?

                   ---+--+-++-+++ Mad/OS +++-++-+--+---
                ---+--+-++-+++ November 1998 +++-++-+--+---
